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Nobilia - Marktführer in allen Vertriebswegen

Gesamtumsatz 2018 auf 1,228 Milliarden Euro gestiegen

25. Februar 2019

Anlässlich der Bilanzpressekonferenz berichtete Dr. Lars Bopf, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nobilia, dass es dem Unternehmen im Jahr 2018 in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld gelungen sei, mit einem um 102,0 Millionen Euro auf 1,228 Milliarden Euro gestiegenen Gesamtumsatz auf hohem Niveau an den erfolgreichen Wachstumskurs der letzten Jahre anzuknüpfen. Dieses Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz von 1,126 Milliarden Euro liege deutlich oberhalb der Branchenentwicklung. Damit habe Nobilia im abgelaufenen Geschäftsjahr das größte absolute Wachstum in der Unternehmensgeschichte verzeichnet. „Nobilia ist damit erneut aus eigener Kraft gewachsen und konnte seine herausragende Stellung als Marktführer bestätigen", so Dr. Lars Bopf. 3.596 Mitarbeiter zählte Nobilia zum Jahresende 2018 (plus 281 Mitarbeiter über Vorjahr).

Analog zum Umsatzwachstum stieg auch das Produktionsvolumen von Nobilia. Mit etwa 727.000 produzierten Küchenkommissionen im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein neuer Spitzenwert erzielt. Pro Arbeitstag verließen mehr als 3.300 Kommissionen die beiden Werke in Verl. Das Umsatzplus resultierte vor allem aus dem Geschäft mit Holzteilen. Dieses erreichte mit mehr als 7,27 Millionen Schränken und über 1,69 Millionen Arbeitsplatten neue Höchstwerte.

Knapp die Hälfte der produzierten Küchenkommissionen werde inklusive Elektrogeräten ausgeliefert. Die Komplettvermarktungsquote stieg gegenüber dem Vorjahr um rund ein Prozent an. Speziell im Export sei die Komplettvermarktung erneut ausgeweitet worden. Gerade im komplexen Distanzgeschäft erweise sich die einfache und schnelle Abwicklung aus einer Hand als wichtiger strategischer Erfolgsfaktor, auch wenn die Komplettvermarktung nicht für alle Exportmärkte gleichermaßen geeignet sei. Deutliche Fortschritte konnten hier vor allem in den Märkten Frankreich, Belgien, Spanien und Großbritannien erzielt werden. Im Inlandsmarkt war der Geräteabsatz hingegen leicht rückläufig. Dieser Effekt lasse sich vor allem beim Absatz im mengenrelevanten Preiseinstiegsbereich im Wesentlichen darauf zurückführen, dass verschiedene große Händlergruppen im Inland selbst Elektrogeräte in Eigenregie vermarkten.

Umsatzwachstum im Inland

Im Geschäftsjahr 2018 erreichte der Inlandsumsatz einen Wert von 642,0 Millionen Euro (2017: 602,5 Millionen Euro). Mit diesem Plus von 6,6 Prozent konnte Nobilia auch im Inland stärker wachsen als der Markt. Dabei wurde in der Mengenbetrachtung erneut ein Marktanteil von 30,3 Prozent erreicht. Wertmäßig stieg der Marktanteil per Ende September auf 33,2 Prozent. Damit habe Nobilia seine Position als Marktführer in Deutschland auch 2018 erneut weiterentwickelt.

Entwicklung in den Vertriebswegen

Beim Vertrieb von Küchen in Deutschland realisierten Einrichtungshäuser derzeit etwa 42,5 Prozent der Küchenverkäufe. Rund 30 Prozent der Verkäufe erfolgten im Vertriebskanal Mitnahme/SB, rund 28 Prozent werden über Küchenspezialisten abgesetzt. Der Vertriebsweg der Einrichtungshäuser sei nach wie vor der wichtigste Absatzkanal für Nobilia. Das Unternehmen erreichte hier in den ersten neun Monaten einen Marktanteil von 41,5 Prozent in der Menge. Die längerfristige Betrachtung der vergangenen vier Jahre zeige, dass Nobilia in den letzten Jahren seine Marktanteile auf hohem Niveau ausbauen und festigen konnte. Derselbe Zeitraum dokumentiere einen Rückgang im Vertriebsweg Mitnahme/SB in der Menge auf 15,1 Prozent. Im Bereich der Küchenspezialisten wurde in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum verzeichnet, auf einen Marktanteil von mittlerweile 29,3 Prozent per Ende September 2018, gegenüber 25,2 Prozent im Jahr 2015. Laut den Ergebnissen der GfK nehme Nobilia in allen drei Vertriebswegen auch 2018 erneut die Position des Marktführers ein. Kein anderer Küchenmöbelhersteller habe in einem der drei betrachteten Vertriebswege höhere Marktanteile erzielen können.

Entwicklung nach Preissegmenten

Auch im Jahr 2018 konnten sämtliche Vertriebswege höhere Durchschnittspreise für Küchen erzielen. Der anhaltende Trend zu einem Trading up setzte sich kontinuierlich fort. Demzufolge stieg der durchschnittliche Endverbraucherpreis für eine Küche inklusive Elektrogeräten auf 7.106 Euro. Mit einem Wert von 7.559 Euro erreichte Nobilia hier zum achten Mal in Folge einen Durchschnittspreis oberhalb des Marktniveaus. Der Entwicklung des Marktpreises sowie der Entwicklung in den Vertriebskanälen folgend, konnte Nobilia seine Marktanteile im Wesentlichen in den höheren Preissegmenten oberhalb von 6.000 Euro ausweiten. Nobilia sei im Preisbereich zwischen 3.000 bis 14.000 Euro angesiedelt, in dem rund 64 Prozent der in Deutschland verkauften Küchen liegen. Marktanteile zwischen 23 und 53 Prozent erarbeitete Nobilia in dieser Spanne. Im Preisbereich von 5.000 bis 10.000 Euro komme nahezu jede zweite in Deutschland verkaufte Küche aus Verl.

Erfolg im Export

Auch 2018 blieben die Exportmärkte mit einem organischen Umsatzwachstum von 12,0 Prozent ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Exportumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 62,5 Millionen auf 585,5 Millionen Euro. Die Exportquote erreicht in 2018 damit 47,7 Prozent, der Branchenschnitt beträgt 40,5 Prozent. Damit wurde die führende Marktposition auch im Exportgeschäft weiter ausgebaut. Besondere Wachstumsraten in Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Italien und China trugen dazu bei. Dominiert durch ein Frankreichgeschäft auf hohem Niveau folgen die Märkte in Belgien, Österreich und den Niederlanden. In der Summe konnte auch der Bereich „Sonstige“ erneut ein Wachstum verzeichnen. Außereuropäische Märkte gewinnen für Nobilia zunehmend an Bedeutung, das Exportgeschäft basiert auf einem breiten Fundament. Aktuell werden Handelspartner in weltweit über 90 Ländern beliefert.

Unternehmensgruppe Nobilia

Unter Einbeziehung der ausschließlich im Ausland realisierten Retail-Aktivitäten von Nobilia mit eigenen Küchenstudios in Schweden (Noblessa Sverige) und England (Kütchenhaus), der Minderheitsbeteiligung an der belgischen Handelskette MENATAM SA, mit Studios unter dem Namen èggo, der Mehrheitsbeteiligung an der französischen Franchise-Organisation FBD, zu der mehr als 400 Küchenstudios der Vertriebsschienen Ixina, Cuisine Plus, Cuisines Références und Vanden Borre Kitchen in Frankreich und Belgien gehören, stieg der Außenumsatz der Unternehmensgruppe Nobilia nominal um 9,4 Prozent und erreichte 1,378 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 118 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 1,260 Milliarden Euro. Für die Ermittlung des Gruppenumsatzes wurden die Innenumsätze eliminiert (konsolidiert) und die Beteiligungsverhältnisse berücksichtigt (quotisiert). Bei der Franchise-Organisation sind nur die Franchisegebühren und nicht die Verkaufserlöse in die Ermittlung eingeflossen.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mehr als 128 Millionen Euro investiert. Zusätzliche Aggregate und Fertigungsoptimierungen steigerten die Kapazität im Werk I in Verl-Sürenheide auf etwa 16.800 Schränke pro Arbeitstag. Gezielte Erweiterungsinvestitionen erhöhten die Kapazität im Werk II in Verl-Kaunitz per Ende Dezember auf 16.500 Schränken pro Arbeitstag. Zu den wichtigsten Investitionen zählt auch ein Anbau zur Erweiterung der Teilefertigung im Werk I mit einer Grundfläche von beinahe 14.000 m2, der im zweiten Quartal 2018 fertiggestellt wurde. Parallel dazu wurde die Lehrwerkstatt erweitert. Des Weiteren wurde an beiden Standorten jeweils ein Parkhaus errichtet, um der wachsenden Anzahl an Beschäftigten ausreichenden Parkraum zur Verfügung zu stellen. Im letzten Quartal 2018 wurde zudem mit der ersten Baustufe für das neue Werk III am Gütersloher Hüttenbrink mit einer Fläche von 35.000 m2 begonnen. Weitere Investitionen flossen in die EDV/IT und den Fuhrpark, für den erneut 40 neue Zugmaschinen und 75 neue Auflieger angeschafft worden sind. Der eigene Fuhrpark umfasst somit derzeit 200 Zugmaschinen und mehr als 700 Auflieger.

Prognose

Auch wenn der Sachverständigenrat seine Prognosen zum Jahreswechsel noch einmal nach unten korrigiert habe, rechne man für das Inlandsgeschäft der Branche mit einer stabilen Nachfragesituation in 2019. Nach einem kräftigen Wachstum in 2017 habe sich die konjunkturelle Dynamik in vielen Volkswirtschaften etwas abgeschwächt. Der Aufschwung der Weltwirtschaft halte jedoch bislang an, trotz Handelskonflikten, Währungsturbulenzen und einem zunehmenden Protektionismus, die die Weltwirtschaft belasten und die allgemeine Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung schürten. Die deutsche Einbauküche genieße weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Das Auslandgeschäft halte nach wie vor vielfältiges Wachstumspotenzial für Nobilia bereit. In einem zunehmend komplexer werdenden Geschäftsumfeld blicke man vorsichtig optimistisch auf das aktuelle Jahr, in dem das Ziel sei, die langfristige Strategie zur Fortsetzung eines profitablen organischen Wachstums weiter fortzusetzen. www.nobilia.de



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